Pressetexte

22.07.2019


Künstleressen und Microssage

Am vergangenen Sonntag wurde das Skulpturenprojekt DONAUGALERIE mit großer Resonanz eröffnet.  Einige der teilnehmenden Künstler werden nun ein weiteres Mal in Tuttlingen erwartet. Am Samstag, den 27. Juli 2019, um 18.00 Uhr, veranstalten die Galerie der Stadt Tuttlingen und der Kulturkasten-Verein für interkulturellen Austausch e.V. (KUKAV) im Donaupark das Künstleressen. Eröffnet wird im gleichen Zuge mit einem Aperitif das Microssage, eine Galerie-Bar-Lounge im Wohnwagen (Konzept: Steffen Osvath und Liane Preuß), das an der Ginkoterrasse beim Skaterpark seine Aufstellung findet. Bei einer geselligen Tafel wird sich das Gespräch um die Kunst der Donaugalerie drehen und die anwesenden Künstler werden Statements zu ihren Werken abgeben. Erwartet werden u. a. Jörg Bach, Daniel Beerstecher, Marcus Gaudoin, Katharina Krenkel, Markus F. Strieder und Thomas Putze. Dazu gibt es ein kulinarisches Angebot der „Kischte“ mit Tapas und Antipasti. Im Anschluss an das Essen, um 20.00 Uhr, macht Thomas Putze, der bereits bei der Eröffnung mit seiner Performance großes Aufsehen erregt hat, erneut eine künstlerische Aktion, die im Zusammenhang mit seinem Kunstwerk „Biberbau“ steht, und der Kulturkasten-Verein veranstaltet bis in die späten Abendstunden die große Biber-Party. Die Veranstaltung ist öffentlich, Kunstinteressierte sind herzlich eingeladen.


05.07.2019


Mitwirkende gesucht: Thomas Putzes „Biber“-Kunst für die DONAUGALERIE

Das Skulpturenprojekt DONAUGALERIE 2019 hat in den letzten Tagen mit dem Aufbau vieler bildhauerischer Kunstwerke Form angenommen. Nun sind noch die für den Lauf der Donau vorgesehenen Arbeiten an der Reihe. Hierzu gehört der „Biberbau“ des bekannten Stuttgarter Bildhauers und Performance-Künstlers Thomas Putze. Für Mittwoch und Donnerstag, 10. und 11. Juli, werden noch Teilnehmende gesucht, die gemeinsam mit Putze am Bau der Biber-Burg mitwirken möchten – die einmalige Chance ein Kunstwerk mit zu erschaffen.

 

Das Werk ist im Zwischenbereich von Kunst und Natur sowie im Sozialen angesiedelt. Ausgehend von der Beobachtung, dass auch in Tuttlingen der Biber angekommen ist, will Thomas Putze auf einem selbst gebauten Floß Teile von Baumkronen und starke Astgabeln zu einer Skulptur zusammenfügen. Die unglaublich ausgeprägten „bildhauerischen“ Fähigkeiten des Bibers mit seinem Werkzeug in Form von Zähnen faszinieren den Künstler. Im Laufe von mehreren Workshops, die ab der kommenden Woche geplant sind, baut er mit Teilnehmern aus der Bevölkerung dieses Material durch Verflechtung und Schnitzen zusammen. Gruppen verschiedenster Herkunft und Altersgruppen wirken mit. Am 10. Juli, ist ab 10 Uhr ein Workshop speziell für Senioren vorgesehen, Treffpunkt ist an der Galerie. Jeder ist gefragt und kann mit dem, was er an Geschick und Ideen mitbringt, mitwirken.

Zur Finanzierung seines Projektes steuerte er eine Serie von Biberskulpturen und -zeichnungen bei, die in der Galerie der Stadt Tuttlingen zu einem guten Preis erhältlich sind. Thomas Putze, dessen Ideenreichtum immer wieder beeindruckt, ist bekannt für seine originellen und viele Menschen ansprechenden Aktionen. So gab er bereits am 3. Dezember 2018 unter dem Titel „Junge komm bald wieder“ den Auftakt für die Donaugalerie in einer Performance, bei der er in Noppenfolie gewickelt wurde und somit ein verpacktes Kunstwerk personifizierte. Als solches begab er sich – trotz winterlicher Temperaturen – in die Donau, die dem Gesamtprojekt den Titel gibt, und unterstrich symbolkräftig im Sinne des Projektes den hohen menschlichen Einsatz, der mit Kunst verbunden ist.

 

Für die große Eröffnung der DDONAUGALERIE am 14. Juli, um 11 Uhr am Golem ist eine „Biber“-Performance von Thomas Putze vorgesehen. Am 27. Juli greift KUKAV die Inspiration des Putze-Beitrags zur Donaugalerie auf und feiert im Donaupark eine Biber-Party, bei der der Künstler erneut mitwirken wird. Interessenten, die in der kommenden Woche, am 10. und 11. Juli gemeinsam mit Thomas Putze am Bau der Biber-Burg mitwirken möchten, melden sich unter info@galerie-tuttlingen.de oder unter Telefon 0175 4129555.


26.06.2019


DONAUGALERIE 2019 im Aufbau

Und sie kommt doch! Das Skulpturenprojekt DONAUGALERIE 2019 der Stadt Tuttlingen wird am 14. Juli von Oberbürgermeister Michael Beck eröffnet (am Golem, bei schlechtem Wetter in der Galerie). Schon jetzt sind da und dort in der Stadt Kunstwerke zu entdecken, die in den letzten Tagen aufgebaut wurden. Gekommen sind die oftmals gewichtigen Exponate auf Schwerlastwagen und Transportern, von wo sie unter Einsatz von Kränen, Gabelstaplern und Hubwagen an Ort und Stelle gebracht wurden.
 
Einen mächtigen Akzent setzt am Gerberufer in der Nähe der Großbruck die großformatige Bronzeskulptur des weltbekannten Bildhauers Tony Cragg, deren Aufbau an diesem Dienstag (25. Juni) stattfindet. Für die Beteiligung der Partnerstadt Draguignan steht mit Bernar Venet ein anderer, international ebenso bekannter Künstler. Bei seinen vier „Points“ handelt es sich um eine Gruppe zylindrischer Formen aus Eisenguss, die als markante Statements die große Wiese neben der Stadthalle bespielen. Die schweizerische Partnerstadt Bex ist mit Olivier Estoppey vertreten, der mit seinen drei „Wölfen“ aus Beton in der historischen Stadtgartenanlage eine gedankliche Verbindung zur wilden Natur herstellt. Über die Genannten hinaus sind die folgenden Künstlerinnen und Künstler an der DONAUGALERIE 2019 beteiligt: Jörg Bach, Willi Bucher, Daniel Beerstecher, Marcus Gaudoin, Yvonne Goulbier, Dorothee Golz, Katharina Krenkel, Roland Martin, Wilhelm Mundt, Herbert Nouwens, Johannes Pfeiffer, Thomas Putze, Robert Schad, Eckart Steinhauser und Markus F. Strieder.
 
Das Motto und die wesentliche Bezugsachse für das Tuttlinger Skulpturenprojekt DONAUGALERIE ist der Fluss. Die Donau hat in Tuttlingen noch einen weiten Weg vor sich, auf dem sie viele Länder und Landschaften durchquert, ehe sie ins Schwarze Meer mündet. Es handelt sich um eine landschaftsprägende Wasserstraße mitten durch Europa, die für viele Regionen eine übergreifende Verbindung darstellt. Jahrhundertlange Beziehungen von Mensch und Natur entlang der Donau prägen das Leben der Donauanrainer bis heute. Mit der Umgestaltung der innerstädtischen Donauaue zur Parkanlage geschah eine bewusste Hinwendung der Stadt Tuttlingen zu „ihrem“ Fluss. Der im Jahr 2003 eingeweihte Donaupark ist somit Grundlage und Ausgangspunkt für das Projekt DONAUGALERIE und seine temporäre Verbindung von Natur mit neuen und ungewöhnlichen Sichtweisen. Die Kunst soll sich hier in mannigfacher Weise als Mittler erweisen, der die spannungsvollen Wechselbeziehungen von Kultur und Landschaft veranschaulicht und reflektiert. Jedes Kunstwerk entfaltet an seinem Ort Wirkung, verwandelt diesen und macht ihn auf neue Art erlebbar.


Die Ausstellung konzentriert sich auf den Donaupark, den Stadtgarten sowie das Gelände um die Stadthalle. Die Werke von Dorothee Golz („Panta Rhei“, ein formschönes und in sorgfältiger Handarbeit hergestelltes 13 Meter langes farbiges Langbootobjekt), Stefan Rohrer („Gran Turismo“, ein 12 Meter langes scheinbar schwimmendes Haus auf Reisen aus Holz und Dachziegeln), Katharina Krenkel („Feuer“, gehäkelte Flammen auf einem Boot) und Thomas Putze („Hochburg“, ein Floss 5 x 5 Meter, mit einem selbst gebauten Biberbau) sind direkt dem Lauf der Donau gewidmet und werden erst in der Woche vor der Eröffnung mit Hilfe des THW eingewassert. Yvonne Goulbier realisiert im Alten Krematorium eine poetische Lichtinstallation, an deren Ausführung ehrenamtliche Helfer des Heimatforum Tuttlingen e.V. sowie eine Schulklasse des Fritz-Erler-Gymnasiums beteiligt sind. „…between…“ nennt die Künstlerin ihre Arbeit, mit der sie auf einfühlsame Weise auf die besondere Geschichte des Ortes eingeht und mit Licht im Dunkel und mit Farbräumen eine meditative Stimmung erzeugt. Katharina Krenkel inszeniert einen gehäkelten Wasserfall an der Hausfassade Stuttgarter Str. 10. Fröhliche Blubber in kräftigem Blau perlen vom Balkon herunter, dabei handelt es sich um raffiniert recycelte Müllsäcke.
 
Das Projekt DONAUGALERIE zeigt die zeitgenössische Bildhauerei in der Vielfalt ihrer Medien. Naturgemäß sind die klassischen Ausdrucksformen in Stahl, Stein, Beton und Kunststoff stark vertreten. Darüber hinaus gibt es völlig neue Formen der Skulptur, so etwa die auf mehrere Wochen angelegte Performance „Walk in time“ von Daniel Beerstecher.  Als „Living Sculpture“ wird Daniel Beerstecher vom Tag der Eröffnung an in einem meditativen „Slow Walk“ in extremer Langsamkeit entlang der Donau unterwegs sein. Im Schnitt wird er in einer Stunde ca. 100 Meter Strecke zurücklegen, von der Donauquelle in Donaueschingen nach Tuttlingen und von hier weiter zum Skulpturenpark der Friends of Tower Ateliers in Neuhausen ob Eck. Als ein Eroberer des Unmöglichen und scheinbar Unnützen unternahm er bereits Aktionen wie etwa das Laufen durch die Sahara mit einem Surfbrett unterm Arm, eine 3000 km Segeltour auf der Straße oder eine Wanderung durch Norwegen im Business-Anzug. Mit seinen Performances stiftet Beerstecher zum Nachdenken über die Sinnhaftigkeit des Daseins an.
 
Eine weitere besondere Form der Skulptur stellt der Beitrag von Thomas Putze dar. Ausgehend von der Beobachtung, dass auch in Tuttlingen der Biber angekommen ist, will Thomas Putze inmitten der Donau Teile von Baumkronen und starke Astgabeln zu einer Insel in der Art eines Biberbaus aufschichten. Im Laufe von mehreren Workshops verbaut er mit Teilnehmern aus der Bevölkerung dieses Material zu einer begehbaren Skulptur. Weitere Unterstützung kommt unter anderem vom Haus der Senioren, dem Inklusionsprojekt „Zusammen für ein inklusives Tuttlingen“, der Fritz-Erler-Schule, Mutpol und dem Kulturkastenverein für interkulturellen Austausch.

Begleitend zu der Ausstellung im Freien findet in der Galerie der Stadt Tuttlingen eine Gruppenausstellung mit kleinen Arbeiten, Modellen, Skizzen und Dokumentationen von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Donaugalerie statt.
Für die DONAUGALERIE 2019 wurde unter www.donaugalerie.com eine Internetseite eingerichtet, die im Laufe des Projekts stetig ergänzt und aktualisiert wird.